Kloster Makenyats

Kloster Makenyats

  • Dorf Makenis, Gemeinde Wardenis, Provinz Gegharkunik

Makenyats Vank liegt nahe dem Dorf Makenis, etwa fünf Kilometer südlich des Sewansees, eingebettet in ein stilles, abgelegenes Tal an einem Gebirgsbach. 851 von Fürst Grigor Supan II. gegründet, entwickelte es sich zu einem der bedeutendsten religiösen und Bildungszentren des mittelalterlichen Gegharkunik – ein Ort, an dem Mönche jahrhundertelang Handschriften abschrieben und lehrten.

Im Herzen der Anlage steht die kreuzförmige Kirche S. Astvatsatsin (Heilige Gottesmutter), gekrönt von einer kegelförmigen Kuppel auf rundem Tambour. Wer genau hinsieht, entdeckt über dem Hauptportal ein großes, in den Steinsturz gehauenes Pferd – ein ungewöhnliches, einprägsames Detail. Dutzende kunstvoll gemeißelte Chatschkare (armenische Kreuzsteine) säumen die Kirche und die umgebenden Mauern, während sich ein kleiner Friedhof mit mittelalterlichen und neueren Gräbern um das Gebäude schart.

Das Besondere an Makenyats Vank ist seine unberührte, ursprüngliche Atmosphäre. Weitgehend unrestauriert, besitzen die dunklen Basaltmauern einen rauen, echten Charakter, der glattpolierten Touristenorten oft fehlt, und eine Höhle nahe dem Kloster verleiht dem Ort einen Hauch von Geheimnis. Fern des belebten Seeufers bietet die Stätte Einsamkeit, Geschichte und das stete Rauschen des Wassers – ein lohnendes Ziel für alle, die wenig bekannte Klöster entdecken möchten.

Das Kloster lässt sich gut mit den bekannteren Sehenswürdigkeiten rund um den Sewansee verbinden. In der Nähe liegen das eindrucksvolle Halbinselkloster Sevanavank, das am Ufer gelegene Kloster Hayravank und das bemerkenswerte Feld mittelalterlicher Kreuzsteine auf dem Friedhof von Noratus – was die Region Gegharkunik zu einer der geschichtsträchtigsten Gegenden Armeniens macht. Wenn Sie die Gegend mit einem Reiseleiter erkunden möchten, finden Sie die besten Touren nach Gegharkunik auf unserer Tourseite.