Der Klosterkomplex von Kirants befindet sich in der Provinz Tawusch, etwa 12 km westlich des Dorfes Kirants, am linken Ufer des Flusses Kirants. Der aus dem 13. Jahrhundert stammende Komplex umfasst drei Kirchen, Gavit-Hallen und einen Speisesaal. Auf dem Gelände sind außerdem die Überreste von Klosterzellen, ein Friedhof sowie Teile der Umfassungsmauer mit einem großen Torbogen zu sehen.
Über den Ursprung des Klosternamens ist eine Volkslegende überliefert. Das Kirants-Kloster soll von einem der Lehrlinge des Meisters Hakob erbaut worden sein. Nachdem Hakob die Arbeit begutachtet hatte, bemerkte er lediglich: „Es ist zu viel Kalk“ – auf Armenisch „kirə ants e“ –, womit er andeutete, dass im Mörtel zu viel Kalk verwendet worden war. Der Name des Baumeisters blieb unbekannt, doch der Legende zufolge wurde das Kloster aufgrund der Bemerkung des Meisters als Kirants bekannt.
In einer ihrer Studien verglich die Architektin Evelyn Ordukhanyan Kirants mit Makaravank und stellte fest, dass die beiden Klöster in derselben Zeit erbaut wurden und gewisse architektonische Ähnlichkeiten aufweisen, insbesondere in der Gestaltung ihrer Eingänge und Fenster. Im Gegensatz zu Makaravank wurde Kirants jedoch aus farbigen Ziegeln erbaut. Die meisten mittelalterlichen armenischen Kirchen wurden aus Stein errichtet, während die Kirchen und Gavits in Kirants überwiegend aus gebrannten Ziegeln bestehen.
Die Hauptkirche des Komplexes ist ein rechteckiger Kuppelsaal mit einer halbrunden Apsis an der Ostseite und zweistöckigen Sakristeien, die zu beiden Seiten davon angeordnet sind.
Zwei kleinere einschiffige Kirchen sind von Norden und Süden an die Hauptkirche angebaut. Die Hauptkirche des Klosters Kirants ist ein einzigartiges Beispiel mittelalterlicher armenischer Architektur und laut einer Studie von Lilith Mikayelyan eines der außergewöhnlichsten bekannten Beispiele in Armenien, dessen Trommel mit einem geometrischen Mosaik aus echten glasierten Keramikfliesen verziert ist.
Im westlichen Teil des Komplexes steht das freistehende Refektorium, ein geräumiger Saal mit Tonnengewölbe, der aus grob behauenem Basalt erbaut wurde. Sein Gewölbe wird durch drei Stützbögen verstärkt.
Kirants ist besonders bemerkenswert wegen seiner Wandmalereien. Im südlichen Teil der Trommel ist der Prophet Jesaja dargestellt, während auf der Nordseite ein Fragment der Szene erhalten geblieben ist, die die Himmelfahrt des Propheten Elia zeigt.