Die Große Einsiedelei von Tatew (ihr armenischer Name ist Tatevi Mets Anapat) ist ein stilles, verstecktes Kloster tief in der Worotan-Schlucht. Sie liegt ein Stück flussabwärts vom berühmten Kloster Tatew.
Mönche bauten sie in den 1660er-Jahren als Ort, um sich von der Welt zurückzuziehen. Sie kamen hierher, um sehr einfach zu leben, zu beten und zu lernen – fast ohne Kontakt zur Außenwelt. Umgeben von dichtem Wald und hohen Felsen stehen ihre Steinkirche und die alten Gebäude bis heute in einem ruhigen, fast vergessenen Tal.
Der Weg hierher ist nicht leicht. Man erreicht die Einsiedelei nur über eine anstrengende Wanderung – entweder hinab vom Kloster Tatew oder hinauf von der Teufelsbrücke. Doch wer den Aufstieg schafft, wird mit tiefer Stille, unberührter Natur und einem echten Gefühl für das friedliche, gläubige Leben belohnt, das hier einst herrschte. Viele Reisende erreichen diesen Teil von Sjunik mit der Seilbahn Wings of Tatev, die den Guinness-Weltrekord als längste umkehrbare Luftseilbahn der Welt hält.
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