St.-Hovhannes-Kirche in Mastara

St.-Hovhannes-Kirche in Mastara

Die Kirche des Heiligen Hovhannes (Johannes) von Mastara befindet sich im Dorf Mastara in der Provinz Aragatsotn. Sie ist eines der bemerkenswertesten Beispiele für armenische frühmittelalterliche Kirchen mit zentraler Kuppel. Über die genaue Datierung des Bauwerks gehen die Meinungen der Wissenschaftler auseinander.

Aufgrund einer Reihe von Elementen der architektonischen und skulpturalen Ausstattung des Denkmals wird die Kirche dem 5. Jahrhundert zugeschrieben. Sie wurde vom Mönch Grigor unter Bischof Theodoros Gnuni erbaut, der 648 am Konzil von Dvin teilnahm – weshalb die Kirche oft auch dem 7. Jahrhundert zugeordnet wird.

Architektonisch gesehen ist die St.-Hovhannes-Kirche eine zentralkuppelige Kirche mit vier Apsiden (Tetrakonch). In ihrer Mitte befindet sich ein geräumiger quadratischer Gebetsraum, an dessen vier Seiten sich die Apsiden öffnen. Im Spätmittelalter war die Kirche von einer Mauer umgeben. Diese Mauern blieben bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erhalten und wurden während der Restaurierung im Jahr 1889 abgerissen.

Das Äußere der Kirche ist relativ zurückhaltend. Im Gegensatz zu armenischen Kirchen späterer Jahrhunderte liegt der Schwerpunkt hier nicht auf reichhaltiger dekorativer Ornamentik, sondern auf baulichen Lösungen. Die Kombination der vier großen Bögen bildet ein solides Fundament für den riesigen achteckigen Trommelbau der Kuppel.

Auch eine Überlieferung, die den Ursprung des Namens erklärt, ist überliefert. Ihrer zufolge brachte Grigor der Erleuchter Reliquien des Johannes des Täufers von Caesarea nach Armenien und hinterließ einen Teil davon an diesem Ort. Nach einer weit verbreiteten Erklärung leitet sich der Name „Mastara“ von dem Ausdruck „mas tara“ („Ich habe einen Teil mitgenommen“) ab.

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