St. Gayane Kirche

St. Gayane Kirche

Die St. Gayane-Kirche ist eines der bedeutendsten Beispiele frühchristlicher armenischer Architektur in der geistlichen Stadt Vagharshapat in der Region Armavir.

Sie wurde 630 n. Chr. von Katholikos Esra I. erbaut und steht an der Stelle, an der die gemarterte Äbtissin Gayane während der Christenverfolgung durch König Trdat III. getötet wurde.

Die Kirche wurde zu ihrem Gedenken erbaut und beherbergt ihre heiligen Reliquien in einer Gruft unter dem Hauptaltar.

Die Kirche ist eine dreischiffige Kuppelbasilika. Das bedeutet, dass sie eine lange Halle mit einer hohen, zentralen Kuppel kombiniert. Die Kuppel steht auf einem achteckigen Sockel, der im Inneren von vier Säulen getragen wird.

Dieses Design ist berühmt, weil es zwei Stile perfekt miteinander verbindet: die lange, traditionelle Kirchenform und den runden, kuppelförmigen Stil, für den Armenien bekannt ist.

Obwohl die Kirche 1652 ausgebessert und 1683 ein dreibogiges Portal hinzugefügt wurde, das als Begräbnisstätte für die Kirchenführer diente, sieht sie fast genauso aus wie bei ihrer Erbauung im 7.

Die Geschichte der Kirche ist damit verbunden, wie Armenien zur ersten christlichen Nation wurde. Der Legende nach war Gayane die Anführerin von 37 Nonnen, die aus Rom flohen, um der Verfolgung zu entgehen. Sie kamen in Armenien an, wurden aber schließlich gefangen genommen und für ihren Glauben getötet.

Zusammen mit der Mutterkathedrale und der Heiligen Hripsime bildet diese Kirche ein "heiliges Dreieck" in der Stadt Vagharshapat.

Im Jahr 2000 wurde St. Gayane in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Auch heute noch ist sie ein friedliches Heiligtum und ein wichtiger Ort für Pilger, die sich mit der tiefen spirituellen Geschichte Armeniens verbinden wollen.

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