Die armenische Völkermord-Gedenkstätte oder das Tsitsernakaberd-Denkmal ist eines der berühmtesten Gebäude in Armenien. Es befindet sich im westlichen Teil von Eriwan auf einem Hügel entlang des Flusses Hrazdan. Der Architekt ist Arthur Tarkhanyan.
Die Architektur von Tsitsernakaberd
Die Gedenkstätte wurde 1968 erbaut. Sie besteht aus drei Hauptteilen: "Ewige Kathedrale", Säulen "Wiederbelebung Armeniens" und Mauern der Erinnerung. Die ewige Kathedrale besteht aus 12 runden, nach innen gewölbten Steinplatten. In ihrer Mitte brennt in einer Tiefe von 1,5 Metern die ewige Flamme. Es gibt mehrere Versionen, die mit der Zahl 12 in Verbindung gebracht werden. Die erste Version wird mit den 12 Provinzen in Verbindung gebracht, in denen das Massaker stattfand, die zweite mit den Aposteln, die dritte mit den Vilayets, die nach dem Vertrag von Sevres an Armenien hätten übergehen sollen. Laut dem Architekten Sashur Kalashyan ist die Zahl 12 jedoch das Ergebnis der Lösung eines ästhetischen Problems.
Zu dem Gedenkkomplex gehört auch das 1995 eröffnete Museum für den Völkermord an den Armeniern. Tsitsernakaberd ist ein wichtiger Ort für jeden Armenier. Jedes Jahr am Tag des Gedenkens an den Völkermord an den Armeniern (24. April) versammeln sich Armenier aus verschiedenen Teilen der Welt in der Gedenkstätte, um der Opfer des Völkermords zu gedenken. Alle legen Blumen um das ewige Feuer für all die Menschen, die beim Völkermord an den Armeniern ums Leben kamen.
Das Völkermord-Gedenkmuseum
Das Museum befindet sich neben dem Gedenkstättenkomplex. Es besteht aus zwei Etagen: Die erste Etage ist unterirdisch und beherbergt eine Bibliothek, ein Dokumentenarchiv, einen Konferenzsaal und ein Forschungszentrum, die zweite Etage des Museums ist eine Ausstellungshalle. Hier können die Gäste Dokumente, Fotos und persönliche Gegenstände der Opfer des Völkermords sehen. Im Mai 2014 nahm das Magazin Forbes das Armenische Völkermordmuseum in die Liste der 9 Gedenkmuseen auf, die jeder besuchen sollte.