Sedwu-Kloster des Heiligen Zeichens

Sedwu-Kloster des Heiligen Zeichens

Das Sedvu-Kloster des Heiligen Zeichens liegt in der Sedvu-Schlucht, 3 km südlich des Dorfes Kachachkut im Marz Lorri. Von dem aus dem 13. Jahrhundert stammenden Komplex sind die Hauptkirche, die an deren Nordseite angebaute Kapelle, die kleine Vorhalle vor dem Südeingang sowie Teile der Umfassungsmauer und Nebengebäude erhalten geblieben.

Die Kirche des Heiligen Zeichens ist ein langgestreckter, einschiffiger Bau. Das halbkuppelförmige Gewölbe wird durch von den Pfeilern ausgehende Bögen in drei Joche unterteilt. Im Osten befindet sich eine halbrunde Apsis, während sich die Eingänge an der West-, Süd- und Nordwand befinden.

Der Architekturhistoriker Patrick Donabedian erkennt in der Kirche von Sedvu eine Synthese verschiedener Traditionen. Er bringt die drei Fenster der Apsis und das Fehlen eines typischen Hochaltars mit der georgischen Kirchenarchitektur in Verbindung. Gleichzeitig folgt die schlichte Skulptur armenischen Formen. Dem Kloster fehlt der für armenische Komplexe charakteristische Narthex, und der Experte vergleicht die kleine, quadratische Halle vor dem Südportal mit georgischen Portiken.

Neben dem Kloster wurde zudem eine Kapelle errichtet. Die Festung von Sedvu, die sich 0,5 km südöstlich des Klosters befindet, diente im 13. Jahrhundert als Wachturmfestung. Von der Festung ist nur noch der halbverfallene Turm erhalten, der einsturzgefährdet ist.


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